Gott befiehlt uns, an den jährlichen heiligen Tagen Opfergaben zu geben (5. Mose 16, 16). Es ist eine große Freude zu geben, vor allem an Gott.

Denken Sie über diese interessante Anweisung nach, die folgt: „[S]ondern ein jeder mit dem, was er zu geben vermag, nach dem Segen, den dir der Herr, dein Gott, gegeben hat“ (Vers 17). Gott sagt uns, dass wir nach Seinem Segen geben sollen. Wie können wir das herausfinden? Und wie geben wir entsprechend dem Segen Gottes? Wir müssen die Segnungen erkennen. Wenn wir sie nicht sehen, werden sie keinen Einfluss darauf haben, wie und wie viel wir geben.

Die letzten sechs Verse von Judas sind faszinierend und inspirierend. Ich halte sie für einige der schönsten Verse in der Bibel. Das Studieren und Nachdenken über diese tiefgründigen Verse wird uns helfen, erstaunliche Segnungen in unserem Leben zu sehen.

Judas wurde zu einem dringenden Zeitpunkt geschrieben, kurz vor der Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahre 70 n. Chr. Diese Zerstörung war nur ein Beispiel für ein weitaus größeres Unglück in dieser Endzeit. Eine schreckliche Zeit steht bevor – die Krise aller Krisen.

Ich schrieb in meinem Büchlein: „Judas spricht aus gutem Grund von der ‚letzten Zeit‘ (Vers 18). Das griechische Wort für letzten bedeutet ‚extrem, am weitesten entfernt‘ und bezieht sich auf ‚die Zeit im Allgemeinen, die alles abschließt‘ (Hebräisch-Griechische Schlüsselwort-Studienbibel). Das griechische Wort Zeit bedeutet „Maß der Augenblicke“ und „Zeit der Möglichkeiten“. Wie der Apostel Johannes schrieb, befinden wir uns in ‚der letzten Stunde‘. Aber hier bezieht sich Judas auf Momente – oder einen Zeitrahmen von weniger als einer Stunde – eine Zeit von Minuten oder Augenblicken. Es ist die schlimmste Zeit überhaupt. Aber es ist vielleicht die beste Zeit überhaupt für Gelegenheiten – kurz vor der Wiederkunft Christi. In dieser Endzeit gibt es geistliche und physische Möglichkeiten im Überfluss. Es bleibt jedoch nur eine sehr kurze Zeitspanne, um diese Möglichkeiten zu nutzen“ (Judas).

Heute werden so viele Prophezeiungen erfüllt. Wir haben eine großartige Arbeit vor uns. Gottes Volk hat die größte Gelegenheit zu geben, die es je gab.

„Ihr aber, meine Lieben, baut euer Leben auf eurem allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist“ (Judas 20). Das ist eine kraftvolle, tiefgründige Aussage. „Beten im Heiligen Geist“ ist ein hoher Anspruch. Wir dürfen im Gebet nicht schläfrig sein. Wir müssen uns konzentrieren. Wir müssen aufmerksam sein auf das, was wir tun, und im Heiligen Geist beten. Diese Art des Gebets verändert Ihr Leben. Was für ein Segen!

„[U]nd bewahrt euch in der Liebe Gottes und wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben“ (Vers 21). Das ist ein wunderbares Gebet. Dies geht über die menschliche Liebe oder die menschliche Sorge hinaus, um in der Liebe Gottes selbst zu bleiben – eine weitere tiefgründige Aussage. Uns in der Liebe Gottes zu halten, ist ein hoher Anspruch, aber ein großer Segen!

Wir warten und sind geduldig, egal was passiert, durch jede Prüfung und jeden Test.

„Und für einige habt Mitleid und macht einen Unterschied“ (Vers 22; King James Bibel unsere Übersetzung). Wir können in diesem Werk und für diese Welt einen echten Unterschied machen. In der Tat erwartet Gott von jedem von uns, dass wir in der Kirche etwas bewirken. Das ist es, was Judas prophezeite. Wir sind dazu berufen, etwas zu bewirken. Das ist eine tiefe Lektion, die wir lernen müssen – und ein weiterer erstaunlicher Segen.

„[A]ndere reißt aus dem Feuer und rettet sie; anderer erbarmt euch in Furcht, wenn ihr auch das Gewand hasst, das befleckt ist vom Fleisch“ (Vers 23). Seien Sie vorsichtig! Selbst die Gewänder derjenigen aus Gottes Volk, die sich von Ihm abgewandt haben, sind für jeden anderen geistlich gefährlich. Sie haben eine gefährliche Ansteckung, wie eine geistliche Lepra.

Aber Gott sagt, dass wir alles tun sollen, was wir können, um sie aus dem Feuer zu reißen (Vers 23). Die Große Trübsal wird kommen. Ewiges Feuer wartet auf diejenigen, die nicht bereuen. Wir müssen jetzt alles tun, was wir können! Unsere Opfergaben und andere Arten, wie wir Gott dienen, helfen, sie dem Feuer zu entreißen. Was für ein Segen!

„Dem aber, der euch vor dem Straucheln behüten kann und euch untadelig hinstellen kann vor das Angesicht seiner Herrlichkeit mit Freuden“ (Vers 24). Wir haben jetzt Freude, und bald werden wir übergroße Freude haben. Dafür wird Gott sorgen. Was für ein wunderbares Versprechen! Behalten Sie diese zukünftige Freude im Auge. Wenn wir das tun, brauchen wir keine Angst zu haben, zu fallen. Wir müssen vorsichtig sein, sonst werden wir fallen – wie die meisten von Gottes eigenem Volk. Aber Gott kann uns davon abhalten, zu fallen. Das ist ein wunderbarer Segen!

„[D]em alleinigen Gott, unserm Heiland durch unsern Herrn Jesus Christus, sei Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen“ (Vers 25). Er ist unser Erlöser. Obadja 21 zeigt, dass wir Mitretter mit Jesus Christus sind! Wir helfen Ihm heute, einige zu retten und bereiten uns darauf vor, die große Mehrheit in der Welt von morgen und darüber hinaus zu retten. Was für eine glorreiche Zukunft! Dies ist ein ewiger Segen!

Lesen Sie diese sechs Verse mit dem Vorsatz, so zu geben, wie Gott Sie gesegnet hat. Wenn ich das tue, weiß ich, dass ich meine Opfergabe aufstocken muss. Abgesehen vom Inhalt dieser Verse bin ich so gesegnet, dass ich diese tiefgründigen Schriftstellen überhaupt verstehen kann und sie so verstehen kann, wie nur Gott sie uns offenbaren kann.

Gott weist uns an, so zu geben, wie wir in der Lage sind und wie wir gesegnet worden sind. Er möchte, dass wir Seine Segnungen sehen! Beurteilen Sie Ihr Leben anhand dieser Verse. Nutzen Sie sie, um Ihren Segen zu erkennen und zu bestimmen – und geben Sie dann so, wie Gott Sie gesegnet hat.